Geschichtliche Entwicklung

Das Dorf Groß Ammensleben wurde erstmalig 965 in einer Urkunde als „nordammuneslevu” erwähnt. Unter der Herrschaft Kaiser Otto I. wird ein Gebietstausch verfügt, der vorsah, dass der Ort dem Bistum Halberstadt abgetrennt und dem Moritzkloster Magdeburg zugeordnet werden soll.

1110 erfolgt durch Theoderich II., Graf von Grieben, und Ehefrau Amulrada, die Stiftung einer Eigenkirche, die später in ein Chorherrenstift umgewandelt wurde. 1127 übergeben die Enkel Dietrich II. den Chorherrenstift an Erzbischof Norbert von Magdeburg. Erzbischof Norbert wandelte 1129 die Stiftung in ein Benediktinerkloster um. Am 29.06.1135 erfolgte die feierliche Einweihung der Benediktiner­Klosterkirche St. Peter und Paul.

Das Benediktinerkloster mit seinem angeschlossenen Wirtschaftshof (Domäne) war ein bedeutendes wirtschaftliches und geistiges Zentrum, welches der Nachwelt ein umfangreiches geschichtliches Erbe hinterlassen hat.

1993 erfolgte die Aufnahme der ehemaligen Klosterkirche St. Peter und Paul als bedeutendes Bauwerk Sachsen–Anhalts in die ”Straße der Romanik„.

Langjährige Bemühungen der Gemeinde „Niedere Börde” führten 2004 zur Zuführung von finanziellen Fördermitteln, um den Verfall des ehemaligen Wirtschaftshofes des Klosters zu stoppen und an ausgesuchten Gebäuden mit der Sanierung zu beginnen.




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